„Die Wiederherstellung der Verbindung von Raum, Kult und Gewandung“
Liturgie, liturgische Räume, Gewänder und Geräte stellen für mich als Künstler und Christ eine große Herausforderung dar, ist doch Liturgie, religiöses Feiern „Heiliges Spiel“ aller. Die Herausgehobenheit und Erhabenheit liturgischen Feierns soll ihre Entsprechung in der Ausgestaltung des liturgischen Raums sowie in Stil, Form und Farbe der verwendeten Gewänder und Geräte erhalten.
Im Bereich sakraler Kunst umfassen meine Arbeiten die Entwicklung neuer liturgische Gewänder, Entwürfe liturgischer Geräte, temporäre künstlerische Rauminterventionen oder Rauminstallationen sowie künstlerisch-architektonische Entwicklung von Raumkonzepten für sakrale Räume.
Wobei für mich die Themen Transzendenz, Sehen und Nichtsehen, Verhüllen und Sichtbarmachen wesentliche Gestaltungselemente meiner Arbeit sind. Auch im Bereich der liturgischen Gewandung geht es mir nicht um Modernismen, sondern um eine Wiederherstellung der Verbindung von Kult und Gewandung.
Auftragsarbeiten werden von mir, nach intensiver inhaltlicher Auseinandersetzung, immer person- und raumbezogen umgesetzt.
Die Raumordnung des liturgischen Raums sollte, wie auch die in der Liturgie benutzen liturgischen Gewandungen und Geräte einer heutigen, zeitgemäßen liturgischen Form und deren Abläufen entsprechen. Aus der Bedürfnislage von uns Heutigen können und müssen liturgische Räume neu gedacht werden. Diese Fragen müsse im Dialog zwischen dem Künstler, den jeweiligen Priestern, der Gemeinde und deren Traditionen gelöst werden.
> Weiterführende theoretische Texte
Meine liturgischen Gewänder und Geräte wurden bereits in einer Vielzahl von Gruppen- und Einzelausstellungen in Galerien und Museen präsentiert. 2005 war ich „Artist in Residenz“ im Benediktiner Stift Admont/Steiermark und wurde beauftragt für das Museum moderner Kunst Stift Admont eine Rauminstallation zum Thema Paradies zu gestalten. Integraler Bestandteil dieser Installation war das „Made for Admont“ ein Festtagsornat für den Admonter Konvent. Ich bin der erste Künstler seit dem Barock der einen solchen Auftrag erhalten hat. Dem Admonter Festtagsornat folgte der Auftrag für z.B. den Hildener Jacobus Ornat (Hilden/Deutschland).
Christof Cremers Arbeiten sind unter anderem vertreten in:
- Hohe Domkirche in Köln
- St.-Paulus-Dom in Münster
- Dom in Limburg an der Lahn
- Dom St. Martin in Rottenburg am Neckar
- Benediktinerstift Admont
- Abtei der Norbertiner in Averbode, Belgien
- Katholische Kirchengemeinde St. Jacobus, Hilden
- St. Ruprecht Wien
